Die Überfahrt mit der Fähre dauerte ca 2 Stunden. Das Schiffchen ist ziemlich zügig durch die stürmische See gebrettert. Der starke Wellengang löste bei einigen Passagieren deutlich “Unbehagen” aus. Unsere Tochter kommt da ganz nach uns, während andere nach der Tüte griffen, quietschte sie vergnügt beim zusätzlichen hochwerfen. ?
Nachdem wir die Fähre wieder verlassen hatten suchten wir uns einen Weg in die Stadt zu einem Parkplatz. Nicht einfach, wenn es in Strömen regnet, der Scheibenwischer nicht funktioniert, die Straßen proppenvoll sind, das Baby die üblichen Zicken macht und man keine Ahnung hat wohin man soll. Irgendwie schafften wir es dann doch auf einen Parkplatz und nach ein paar Stückchen Schokolade funktionierte auch das Hirn wieder. ? Da es mal wieder Sonntag war konnten wir keine Werkstatt aufsuchen und so beschlossen wir einfach in die Stadt zu gehen und zu hoffen, dass es abends einfach nicht mehr regnet. ?
Nach einem kurzen Besuch in der I-Site nutzten wir den Tag noch um mit dem Cable Car in den Botanischen Garten zu fahren. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und so konnten wir noch einen schönen Spaziergang machen.


Wieder unten angekommen ließen wir den Abend im “kaffee eis” auf der Cuba Street ausklingen. Die Cuba Street hatten wir vor dem Botanischen Garten schonmal auskundschaftet. Dieser Teil von Wellington hat uns schonmal gut gefallen, leider haben wir den Night Market am Samstag verpasst, wieder etwas für den nächsten Aufenthalt. 😉

Da Wellington stark an Campingplätzen spart suchten wir einen der 3 im Umkreis auf und haben den schönsten erwischt. Mit toller Abendkulisse konnten wir schnell einschlafen.
Der nächste Morgen begann etwas früher, wir mussten ja mit unserem Campingvermieter sprechen und einen Termin in einer Werkstatt vereinbaren. Um zentral zu sein suchten wir erneut den Parkplatz vom Vortag auf, proppenvoll. Also parkten wir kurzerhand am Straßenrand mit 2 Stunden Aufenthalt. Hier Frühstückten wir und warteten auf einen Rückruf, als plötzlich eine Politesse vorbeikam. Schnell rausgesprungen und beteuert, dass wir erst 3 Minuten da stehen würden und gerade eben in diesem Moment zahlen wollten. Die Politesse beäugt ihr Ticketgerät und sagt: “Actually you’re standing since 30 minutes”. “Really?”. “Yeah!” und lächelte sparsam. “Oh!” sagte ich, “erwischt” dachte ich. 🙂 Parksensoren ist das Wort über das wir hier gestolpert sind.
Kulant wie die Dame dann doch war hat sie uns gebeten, einfach einen Platz weiter zu fahren und den zu bezahlen. Machen wir! Machten wir doch nicht, denn genau in dem Moment als wir das Ticket ziehen wollten kam der erwartete Anruf von Eurocamper, dass wir sofort in die Werkstatt können. Diese war auch nur 5min entfernt. Also Auto dort abgegeben und in die Stadt gelaufen, wenigstens die Parkgebühren haben wir dadurch gespart. 😉
Für ein wenig Kultur besuchten wir dann das neuseeländische Nationalmuseum TePapa. Dieses Museum ist so riesig, da könnte man Jahre drin verbringen! Nach etlichen Stunden hatte ich dann den totalen “overload” und brauchte Essen, daher entschieden wir uns wieder für die Cuba Street. Bei fantastischem italian food und neuseeländischem Bier erhielten wir die Nachricht, dass unser Auto fertig sei. Das passte doch perfekt.
Noch schnell ein Eis für den Rückweg gekauft und das Auto abgeholt. Da es noch früher Nachmittag war entschieden wir uns noch die Weta Cave mitzunehmen. Dort angekommen buchten wir spontan eine der letzten Führungen. Hier bekam man einen Einblick von der Herstellung der Requisiten und Masken für diverse Filme (natürlich auch Herr der Ringe). Das war wirklich sehr interessant und spannend. Wahnsinn wieviel Arbeit in solchen Projekten steckt.
Da es nach der Tour schon recht spät war blieben wir auf dem nicht so schönen aber nah gelegenen Campingplatz. Am nächsten Morgen war das Wetter schon freundlicher und wir nutzten die regenfreie Zeit für einen tollen Blick über Wellington vom Mount Victoria. 
Hier gab es auch noch einige Film-Locations von der Herr der Ringe. Angesteckt durch die gestrige Tour liefen wir durch den Wald um die Stelle zu finden, an dem die Hobbits sich vor dem schwarzen Reiter versteckten. Mithilfe unseres Buches haben wir es dann auch gefunden. Der Baum ist allerdings hinterher “hereingesetzt” worden. Das war noch ein aufregender Morgen und wir konnten Wellington erfolgreich verlassen.

