Filderstadt via SIN/ FRA

Da saßen wir nun wieder im Flieger auf dem Weg nach Deutschland, waren das wirklich 6 Wochen???

Den ersten Flug brachten wir ziemlich schnell hinter uns, mit einer Stunde verzögertem Start, verschlief man die meiste Zeit (es war ja auch ein Nachtflug) und kamen gut in Singapur an. Hier hatten wir ca. 7 Stunden Aufenthalt.

Marie hatte viel Spaß in dem Flughafenbuggy…

und im Spieleparadies.

Den Schmetterling Garten hat sie verschlafen…

… den zweiten Flug leider nicht. Da wir hier 12 Stunden mit der Sonne flogen war dies der anstrengenste aller Flüge. Vielleicht sind Rückflüge im allgemeinen anstrengender, da die Hinflugsaufregung fehlt. 😉 Dennoch gab es viele Dinge auf die wir uns schon freuten und so waren die 12 Stunden auch irgendwann vorbei und wir erreichten Frankfurt. Hier holte uns das Mammataxi ab und brachte uns nach Hause. 🙂

Nach einem kurzen Mitternachtssnack á la Miracoli lagen wir dann von 3Uhr bis 6.15Uhr in unserem Bett, da war er wieder, Maries Jetlag! Diesmal hielt er fast eine Woche, aber was tut man nicht alles für eine so unvergessliche Zeit.

Auckland

Es war nun Zeit die Natur zu verlassen und in die Stadt zurückzukehren. Ein bisschen wehmütig brachen wir also Richtung Auckland auf. Immerhin mussten wir auch noch 3 1/2 Stunden bis dorthin fahren. Und was passiert wenn man zurück in der Zivilisation ist? Man steht im Stau! Wie wir später erfahren haben stand Auckland 3 Tage Kopf, da Adele hier mehrere Konzerte gab. Marie hatte dafür kein Verständnis, sie ist ja auch noch zu klein für Adele, und stänkerte bis zu unserem letzten Freedomcampingplatz. Hier hieß es dann relaxen, packen und den Sonnenuntergang genießen.

Am nächsten Morgen ging es weiter mit Packen und Camper aufräumen. Das hat sich dann doch bis zum Mittag hingezogen.

Und dann ging es zur Camperübergabe… bye bye kleiner Camper!

Diese verlief Gott sei Dank ohne Komplikationen. Von dort wurden wir mit Sack und Pack zum Flughafen gebracht. Hier konnten wir schon einchecken, uns kurz richten, das Handgepäck einschließen und mit dem Sky Bus nach Auckland City fahren. Viel Zeit hatten wir für Auckland natürlich nicht, daher entschieden wir uns hoch auf den Sky Tower zu fahren, so haben wir ganz Auckland in kürzester Zeit gesehen. 😉 Die Aussicht war wirklich fantastisch. Und einen schönen letzten Sonnenuntergang konnten wir hier auch sehen.

Unten wieder angekommen, schlenderten wir durch die Straßen von Auckland und genossen das rege Abendleben (die Straßen waren wirklich voll, nur diese Gasse war leer 😉 )…

… dann fuhren wir mit dem Bus wieder zurück, holten unser Handgepäck und liefen zum Gate. 

Waipoua Forest

Von Opononi fuhren wir ein Stück weiter Richtung Süden in den Waipoua Forest. Hier gibt es die Kauri Bäume, die einst einen Großteil von Northland besiedelten. Um die Bäume besichtigen zu können wurden Stege gebaut, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.

In diesem ersten Teilabschnitt stand der älteste noch lebende Kauribaum Neueelands “Tane Mahuta”. Man schätzt ihn wohl auf ca. 2000 Jahre!!!

Wir wussten, dass es ein großer Baum ist, aber so groß hätte ich nie erwartet!! Ganz krass… auf den Bildern bekommt man leider diese ehrfürchtige Stimmung und die tatsächliche Dimension dieser Bäume nicht mit.

Nach diesem imposanten Erlebnis ging es für uns erstmal wieder auf einen Campingplatz. Hier konnten wir uns alle auf dem Kinderspielplatz austoben, unser kleines Queenstown! 🙂 mit dem weltbesten Flying Fox.

Am nächsten morgen machten wir dann einen kleinen Spaziergang im Trounson Kauri Park. Mega schön, toll dass man diese Waldstücke erhalten hat und diese zugänglich sind.

Opononi

Das Wetter sah am nächsten Morgen schon etwas freundlicher aus, so fuhren wir mit leichtem Sonnenschein an die Westküste von Northland. Die langen Fahrten hier und das bewölkte Wetter ließen uns etwas zweifeln, ob Northland die richtige Entscheidung war, als wir jedoch nach ca. 1Stunde in Opononi ankamen, war jeder Zweifel verflogen. Wow, was für eine schöne Dünenlandschaft. 

In unserem Reiseführer wurde hier das Sandboarding angepriesen. Also erkundigten wir uns kurz und hatten Glück, wir konnten sofort los. Mit dem Wassertaxi ging es auf die andere Seite der Bucht. Hier wurden wir mit dem Bodyboard für eine Stunde abgesetzt.

Das hat echt Spaß gemacht, war aber auch anstrengend die Dünen immer wieder hochzulaufen. So liefen wir noch ein wenig am Wasser entlang, da wir die einzigen hier waren hatte das ganze schon ein wenig “einsame Insel” Charakter. 

Nachdem Marie sich ebenfalls auf dem Bodyboard versuchte, kam auch schon das Taxi wieder angerauscht. Mit 300PS ging es in Windeseile wieder zurück.

Nach so einem Ausflug brauchten wir dann erstmal eine Stärkung aus der hiesigen Fish&Chips Bude. 😉

Haruru Falls

Wir waren nur noch ca. eine halbe Stunde von der Bay of Islands entfernt. Hier sprangen wir im touristischen Paihia kurz in die I-Site, wir hatten ja noch den kompletten Tag vor uns, was kann man da wohl tolles machen.

Das Wetter lud nicht gerade zu einer Bootstour oder einem Strandausflug ein. Nach so langer Zeit und fast jeden Tag Action wird man auch ruhiger und muss nicht mehr alles sehen. So wollten wir eigentlich eine schöne Ganztages-Wanderung auf der nahgelegenen Insel machen. Als wir auf den 24Std. Parkplatz fuhren, konnte man nur noch lachen… 2$ die Stunde 48$ für den ganzen Tag. Spontan sind wir dann direkt auf einen Campingplatz in der Nähe gefahren. Von hier aus konnte man noch eine andere Wanderroute starten, zu den Haruru Falls. Bei dem grauen Tag ja auch nicht schlecht und mit ca. 3 Stunden Dauer bot sie noch Entspannung für den Abend 🙂

So brachen wir dann auf, durch einen schönen Wald…

…bis zu den Mangroven…

…vorbei an nistenden Vögeln…

bis zu den Haruru Falls.

Dort legten wir ein kleines Picknick ein. Danach ging es die gleiche Strecke wieder retour. Die ersten Kilometer auf dem Rückweg sprach keiner von uns ein Wort, durch die Ruhe der Natur waren wir beide tief in Gedanken versunken. Eine wahnsinns Atmosphäre. Auf dem letzten Drittel wurden wir dann liebevoll von unserer Tochter zur Eile gebeten, sie wollte nämlich lieber Krabbeln anstatt rumgetragen zu werden. Also nix wie zurück zum Campingplatz und die Decke ausgepackt.

auf nach Northland

Die Parkbucht direkt bei Hobbiton bot einen tollen Anblick am nächsten Morgen. Auenland feeling pur! Jetzt blieben uns noch 6 Tage, die vollkommen ungeplant vor uns lagen. Da Marie immer mobiler wurde und dem entsprechend wenig Auto fahren wollte beschränkten wir die Tage auf eine Region: Coromandel Peninsula vs. Northland hieß es da für uns. Da wir schon schöne Strandtage hatten und das Wetter eher bewölkt werden sollte, entschieden wir uns für Northland. Also fuhren wir erstmal Richtung Auckland.

Auf dem Weg dorthin entschieden wir einen kurzen Zwischenstopp in Auckland zu machen und uns zu informieren, was man denn so machen kann. Dieser Ausflug kostete unglaublich viel Zeit. Zum einen gab es eine Menge Verkehr, dann war die Stadt voller Baustellen und Einbahnstraßen und nachdem wir 14$ Parkgebühren für eine Stunde blechen mussten war dies die schlechteste I-Site in ganz Neuseeland! Absolut nichtssagend.

Also griffen wir uns ein paar Flyer, einen Burger und einen Kaffee und fuhren weiter gen Norden. Marie fand diesen Ausflug wohl auch eher unentspannt und so suchten wir uns einen Campingplatz ganz in der Nähe. Dieser lag passenderweise in der Marie Avenue. 🙂

Hier konnten wir dann die Route festlegen. Da die Strecken doch unglaublich weit waren skippten wir Cape Reinga und beschränkten unsere restliche Reise auf ein paar entspannte Spots. 

An den Whangarei Falls hielten wir für eine ausgedehnte Mittagspause.

Danach fuhren wir noch weiter Richtung Paihia. Kurz davor gab es den letzten Freedomcampingplatz an den “schönsten Toiletten” Neuseelands. Da Jo gerade nach einer solchen Ausschau hielt, legten wir hier einen Stopp ein. In Kawakawa.

Hier gibt es die “Hundertwassertoilette“. Als Europäer besucht man lieber Wien um Hundertwasser zu bestaunen, wir haben noch nicht mal ein Foto von dieser Hauptattraktion gemacht, aber die Wiese dahinter eignete sich für uns gut zum Campen, also blieben wir.

Hobbiton

Am Nachmittag war es dann soweit. Wir brachen auf zu unserem letzten bereits gebuchten Event, Hobbiton!!! Heimat von Frodo und Co 🙂

Dort hatten wir die Evening Banquet Tour gebucht um zusätzlich Hobbit-Köstlichkeiten im Green Dragon zu genießen. Wir hatten uns schon während des ganzen Urlaubs auf diesen Abend gefreut.

Mit nur einer Stunde Fahrt nach Matamata waren wir überpünktlich vor Ort um uns in Ruhe vorzubereiten. Die Spannung stieg. 🙂

Nachdem der Souvenir-Shop ziemlich enttäuschend war (wie irgendwie alle Souvenir-Shops in Neuseeland) und unsere Wartezeit nicht überbrückte, füllten wir die restliche Lücke mit “Hobbit-Crunch”-Eiscreme. Dann fuhr auch schon der Bus vor, der uns ins nahe gelegene Auenland (The Alexander Farm) brachte. Auf dem Weg dort hin wurden uns die ganzen Geschichten rund um das Film-Set und dessen Entstehung erzählt. Beispielsweise sagte Alexander Jr. wohl zu Peter Jackson zu Beginn: “The Lord of what?”.

Als der Bus hielt wurden wir in zwei Gruppen gesplittet und haben eine nette Einführung bekommen. Auch hier wieder Anekdoten, beispielsweise über den 2.20 Meter großen Deutschen, der als Hobbit verkleidet an der Tour teilnahm, im Green Dragon zu viel getrunken hat und noch heute als vermisst gilt. 🙂

Dann ging es los, in der Abenddämmerung bogen wir um die Ecke und erblickten die ersten Hobbit-Löcher. Insgesamt gibt es 44, alle in unterschiedlichen Maßstäben.

Hier sind Gandalf und Frodo zu Beginn des ersten Teils mit Pferd und Wagen durchgefahren.

Hier konnten wir den Green Dragon schon mal von Weitem sehen. Die Musik hallte schon deutlich herüber.

Dann waren wir endlich in Beutelsend, dem Zuhause von Frodo und Bilbo.

Wir machten halt auf der großen Festwiese…  

…und durften auch ein bisschen Spaß haben.

Hier wohnt Sam.

Dann war es Zeit für das Festmahl im Grünen Drachen.

Nach einem Begrüßungsdrink an der Bar wurde das Buffet eröffnet.

Beim Essen ging es relativ laut und hektisch zu, so dass unser kleiner Hobbit Zuflucht auf Mamas Schoß suchte. In dieser sicheren Umgebung konnte sie dann auch voll zuschlagen und heimste sich das Kompliment: “This is the best baby I’ve ever seen in my entire life!” ein. 🙂

Nach dem üppigen Mahl traten wir den Rückweg mit Laternen an und erlebten beleuchtete Hobbit-Löcher unter einem traumhaften Sternenhimmel. Eine überwältigende Stimmung!

Auf der Festwiese gab es noch ein Abendtänzchen der Marie ein wenig in ihrer Nachtruhe störte. Sie war nach dem Essen sehr müde und hat schon in der Trage geschlafen.

Der Bus brachte uns wieder zurück in die Realität, wo unser Camper wartete. Allerdings musste der Busfahrer nochmal umkehren, weil wir einige auf der Toilette in Hobbiton zurück gelassen haben. Schrägerweise wurde die Vermisstenmeldung dem Busfahrer erst am Parkplatz mitgeteilt?!

Da es schon sehr spät war, fuhren wir ca. fünf Minuten bis zur ersten Parkbucht und schliefen fantasie-beflügelt und zufrieden ein. 🙂

Tauranga

Um den Schwefelgeruch abzuschütteln fuhren wir weiter an die Ostküste, nach Tauranga. Vorbei an den Okere Falls…

… bis zu einem perfekten Parkplatz direkt am Strand, an dem auch Freedomcamping erlaubt war. Das Wetter war genau richtig hierfür und wir genossen einen ganz entspannten Nachmittag, Abend…

… und Vormittag am Strand. Hier war auch das Wasser so warm dass man super schwimmen gehen konnte. Leider mag Marie Meer immer noch lieber von oben. 😉

Rotorua

Um 8.30am waren wir abfahrbereit. Der Weg Richtung Rotorua führte über den Thermal Explorer Highway. Hier gibt es eine Menge Natural Spa’s, mit Baby leider eher ungeeignet. ?

Etwa 40min später waren wir in Wai-O-Tapu und konnten den Lady Knox Geyser beim sprudeln zuschauen. Die Fontäne wird durch Zugabe einer Chemikalie für die Touristen pünktlich um 10.15am ausgelöst und kann bis zu 20m hochschießen. Trotzdem wurde beteuert, dass es alles natürlich sei.

Wie dem auch sei, als das Geysirchen anfing zu sprudeln und kurz vorm hochgehen war, entschied unsere Tochter sich für ein zweites Frühstück, sofort! Etwas umständlich, aber machbar, ein Stillerlebnis der besonderen Art.

Nachdem sich alle Asiaten vor der Fontäne dann verwirklicht hatten (ich hoffe ich bin nicht auch jedem Foto blankgezogen drauf), fuhren wir weiter zu dem Mud Pool. Ein wirklich sehr beruhigender Ort, an dem es so friedlich rumblubbert! ?

Danach folgten wir der Masse in den Park. Teilweise sind die bizarren Krater und Geysire ziemlich schwer abzulichten. Durch die Wege und Zäune hat die Gegend auch eher Zoo Charakter, da fiel es mir anfangs schwer zu realisieren, dass dies eine natürliche Gegend ist, die sich stetig verändert. Hier unsere besten Pic´s.

Nach dem Halbtagesausflug überlegten wir noch in einen weiteren geologischen Park zu gehen, entschieden uns aber dagegen. Der Schwefelgeruch hatte die Tagesdosis bereits erreicht.

Lake Taupo

Ein herrlicher Morgen nach einem tollen Walk gestern. Noch mit beschwingt guter Laune verließen wir den National Park nach einem kleinen 15min Abstecher zu den Tawhai Falls in Richtung Lake Taupo.

Da wir Marie nach der Etappe gestern einen etwas ruhigeren Tag bescheren wollten, schlappten wir am Lake angekommen kurz in die I-Site und dann mit einem dicken Stapel Flyer zurück zum Auto, wo wir eine lange Mittagspause einlegten.

Laut dem Angebot könnte man locker 2 Wochen hier verbringen. Etwas überfordert von den angebotenen Aktivitäten entschieden wir uns für “Wai-O-Tapu” nahe Rotorua für den nächsten Tag. Für heute standen nur noch die Huka Falls auf dem Programm.

Sehr schöne Wasserfälle, leider auch sehr viele Touristen. Von oben konnten wir noch die Jetboats beobachten, wie sie dicht an den Wasserfall ranfuhren. Von da hat man bestimmt auch ne gute Sicht. ?

Da das Wetter sehr schön war entschieden wir uns früh auf einen Freedom-Campingplatz zu gehen um noch ein wenig zu entspannen.

Marie konnte hier noch ein wenig krabbeln, mittlerweile ist sie schon ganz schön schnell… und dann ging es früh schlafen, denn wir wollten am nächsten Morgen relativ früh los.

Tongariro Alpine Crossing

Laufen oder nicht Laufen, dass war hier die Frage. Die stellten wir uns eigentlich schon in Deutschland. Viele Touren haben wir von vornherein geskippt, da sie mit Baby einfach zu risikoreich wären. Aber die Vulkanroute war für mich schon ein must do und brannte uns beiden unter den Nägeln. Wir haben die Entscheidung aber immer weiter aufgeschoben, da jeder den wir gefragt haben uns eher davon abgeraten hat. Dass wir auf die Erklimmung des Schicksalsberges wohl verzichten mussten war indiskutabel, aber die “normale Route” schwebte als Traum die ganze Zeit über unseren Köpfen. Da zumindest das Wetter am Donnerstag und Freitag gut zu sein schien, skippten wir Ost und West von Palmerston North und fuhren geradewegs zur I-Site des Tongariro National Parks. Dorthin nahmen wir die Desert Road, die um den halben Park herumführte und bestaunten schonmal die mächtigen Vulkane.

In der I-Site erkundigten wir uns über Strecke, Wetterbedingungen und Busshuttle. Hier dann die totale Ernüchterung. Die Busshuttles transportieren keine Babys. Und auch in der I-Site riet man uns eher dazu, die Tour einzeln zu machen und jeweils ohne Baby. Als Option gab man uns noch die Möglichkeit auf den Shuttle zu verzichten und auf halber Strecke kehrt zu machen und wieder zum Auto zurückzugehen. Die Problematik besteht wohl beim Wind. Das Baby könnte aus dem Rucksack fallen?!…

Diesmal fühlten wir uns ziemlich schlecht beraten, den einzig Wertvollen Tipp bekamen wir von dem 50m entfernten Campingplatz, der leider komplett dicht war. Wir sollen früh aufbrechen, die Wetterbedingungen sollen sehr gut sein und wenn wir durchlaufen, wird uns ein Shuttle zu unserem Auto bringen, dann ist dem Baby ja nichts passiert und es gibt keine schlechte Publicity.

Also beschlossen wir es zu probieren. Wenn es zu unsicher ist können wir ja nach einer Stunde wieder kehrt machen oder so. Das Problem an diesem Abend war dann eher ein Schlafplatz zu finden. Alles total überbucht, das lag an der Wetterlage wie wir später mitbekommen haben. Die ganze Meute hat auf den guten Tag gewartet, der uns einfach vor die Füße gefallen ist. Als Kurzschlussreaktion mieteten wir das letzte teure Appartement, da die Kleine nicht mehr fahren wollte und wir uns ja für die Tour auch rüsten mussten.

So sind wir dann um 6 Uhr morgens zum Parkplatz aufgebrochen, die Kurze hatte extrem gute Laune, wahrscheinlich weil wir endlich mal früh wach waren und sie gerne Spielen wollte. Dort angekommen haben wir noch ein kleines Frühstück eingenommen und gewartet, bis es etwas Morgenlicht gab. Der Parkplatz war RuckZuck voll. Um 7 Uhr waren wir soweit und liefen mit der Herde los.

Gut eingepackt liefen wir die flache Etappe. Einige Leute fragten uns bereits hier, ob wir denn den ganzen Weg laufen wollen. 🙂

Das Wetter war der Hammer, nach dem schönen Sonnenaufgang war die Sicht bombastisch, man konnte sogar den Mt. Egmont bei New Plymouth im Westen sehen.

Da der Weg in Ordnung schien und wir gut vorbereitet waren entschieden wir recht rasch, dass wir das Ding reißen. 🙂 Also ging es das “Devil’s Staircase” hoch. 

Und da war er, der Schicksalsberg… Mount Ngauruhoe! 

Einige eifrige Frühaufsteher waren bereits auf dem Weg die zusätzlichen 600 Höhenmeter zu erklimmen. Wir wünschten ihnen ein wenig neidvoll viel Glück und machten uns auf zum Red Crater. 

Kurz vor Ende des Aufstieges konnten wir unserer Tochter einen guten Morgen wünschen die vergnügt das Szenario und die Leute betrachtete. 

Oben angekommen gab es dann für alle ein zweites Frühstück, dies war auch gleichzeitig die Mitte der Tour, bisher lief alles glatt. 🙂

Nach der kleinen Mahlzeit ging es an den “kritischen” Teil, der Abstieg zu den Emerald Lakes. Also die Kleine wieder eingepackt, alles wetterfest verschnürt und los (bis zu diesem Punkt haben wir noch 2 andere Pärchen mit Baby getroffen). Diese Stelle ist steil und enorm windig, das stimmt definitiv. Aber das gefährliche sind hier die Touristen, die offenbar noch nie einen richtigen Abstieg absolviert haben. Mit kleinen Gänsefüßchenschritten ging es bei denen seitlich den Hang hinunter. Hier bekamen wir echt ungläubige Blicke, als ich mir einen Weg durch die Menge suchte und in Windeseile den Abstieg machte und dabei etliche überholte. Auf die richtige Technik kommt es eben an, dann klappt das auch mit Baby.

Von hier aus war es dann nur noch eine normale Wanderstrecke und wir wussten, dass wir die Tour erfolgreich hinter uns bringen würden. So genossen wir die Wanderung durch Mordor, vorbei am Blue Lake…

… und zu einer tollen Abstiegsroute mit hammerblick ins Tal.

zwischendrin gab’s dann noch eine kleine Pause für Marie, dass sie sich mal richtig strecken konnte. So langsam wurde es auch wieder richtig warm. 

Also den neuen Sonnenschirm ausgepackt und weitergelaufen. 

Die letzte Stunde könnte jetzt noch schwierig werden dachte ich, da Marie wach und gelangweilt war. Doch der Weg führte die letzten 40min. durch einen tollen Wald und das liebt sie ja. Strike! So liefen wir auch diese Etappe mit bester Laune.

Und dann war da auch schon das Ziel! Nach guten 7 Stunden und 19,4 Kilometern erreichten wir den Parkplatz und fragten direkt bei einem Shuttle nach, ob dieser  uns mitnehmen könne. Die Antwort war ja und es geht in 10min. los. Perfekt!

An unserem Campervan angekommen, trafen wir das Schweizer Pärchen wieder und tauschten uns aus. Die haben alle Gipfel bestiegen und die Craterwanderung gemacht und sind wiederzurückgelaufen. Eine tolle Tour ohne Baby. ?

Wir sind dann ohne Umwege zu unserem Campingplatz gefahren und haben den Tag ganz entspannt ausklingen lassen.

Palmerston North

Auf gen Norden, genauer gesagt nach Palmerston North. Dort hat es das Patenkind meiner Mutter vor einigen Jahren hinverschlagen. Da wollten wir natürlich für einen Besuch vorbeischauen. ?

Auf dem Weg dorthin folgten wir dem Tipp von Jana das “Pukaha Mount Bruce National Center” aufzusuchen um den scheuen Kiwi zu bestaunen. Als wir dort eintrafen wurden wir direkt zu einer Fütterung der “Kakas” geschleust. Gar nicht so leicht die schönen Vögel abzulichten…

Danach schauten wir direkt im Kiwi House vorbei. Da die Kiwis nachtaktiv sind, leben sie dort in “deutscher Zeitzone” also Tag und Nacht umgekehrt. So kann man ihnen ganz leise im Rotlicht zuschauen. Es gab dort einen weißen und einen braunen Kiwi, den weißen erkennt man im Rotlicht deutlich besser! Allerdings stand dort auch ein Hinweis, dass der weiße Kiwi ein “Brown Kiwi” ist, bei dem sich das “Weiß-Feder-Gen” der Eltern vererbt hat und das offenbar einzigartig ?

Der Park hätte uns sicher noch einige Stunden erfreuen können, doch wir hatten noch eine Stunde Fahrt vor uns und unsere Tochter mag ja kein spätes Fahren. ?

Also schnappten wir noch einen “Kiwi to go” und fuhren weiter.

Um ca. 5pm erreichten wir das Haus von Jana und ihrer Familie in Palmerston North. Nach einem Monat war das unser erster Aufenthalt in einem richtigen Wohnhaus. Marie genoss die riesige Teppich Krabbelfläche und die Gesellschaft der beiden Kinder. Spannend! Sie bekam auch noch ein Kinderbuch geschenkt, da sie sich leider an die Reise nicht erinnern wird, ist das natürlich ein tolles Geschenk für zu Hause!

Wir genossen die netten Unterhaltungen, die heiße Dusche, die frische Wäsche und das tolle Abendessen! Vielen Dank nochmal! ?

Am nächsten Morgen konnten wir den Kindern noch zum Abschied aus dem Camper winken, für sie ging es in die Schule/Kindergarten für uns in die Küche zum Frühstück. ? Noch einige Tipps über die Nordinsel abgegrast und dann sind wir auch schon wieder aufgebrochen.

Wellington

Die Überfahrt mit der Fähre dauerte ca 2 Stunden. Das Schiffchen ist ziemlich zügig durch die stürmische See gebrettert. Der starke Wellengang löste bei einigen Passagieren deutlich “Unbehagen” aus. Unsere Tochter kommt da ganz nach uns, während andere nach der Tüte griffen, quietschte sie vergnügt beim zusätzlichen hochwerfen. ?

Nachdem wir die Fähre wieder verlassen hatten suchten wir uns einen Weg in die Stadt zu einem Parkplatz. Nicht einfach, wenn es in Strömen regnet, der Scheibenwischer nicht funktioniert, die Straßen proppenvoll sind, das Baby die üblichen Zicken macht und man keine Ahnung hat wohin man soll. Irgendwie schafften wir es dann doch auf einen Parkplatz und nach ein paar Stückchen Schokolade funktionierte auch das Hirn wieder. ? Da es mal wieder Sonntag war konnten wir keine Werkstatt aufsuchen und so beschlossen wir einfach in die Stadt zu gehen und zu hoffen, dass es abends einfach nicht mehr regnet. ?

Nach einem kurzen Besuch in der I-Site nutzten wir den Tag noch um mit dem Cable Car in den Botanischen Garten zu fahren. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und so konnten wir noch einen schönen Spaziergang machen.

Wieder unten angekommen ließen wir den Abend im “kaffee eis” auf der Cuba Street ausklingen. Die Cuba Street hatten wir vor dem Botanischen Garten schonmal auskundschaftet. Dieser Teil von Wellington hat uns schonmal gut gefallen, leider haben wir den Night Market am Samstag verpasst, wieder etwas für den nächsten Aufenthalt. 😉

Da Wellington stark an Campingplätzen spart suchten wir einen der 3 im Umkreis auf und haben den schönsten erwischt. Mit toller Abendkulisse konnten wir schnell einschlafen.

Der nächste Morgen begann etwas früher, wir mussten ja mit unserem Campingvermieter sprechen und einen Termin in einer Werkstatt vereinbaren. Um zentral zu sein suchten wir erneut den Parkplatz vom Vortag auf, proppenvoll. Also parkten wir kurzerhand am Straßenrand mit 2 Stunden Aufenthalt. Hier Frühstückten wir und warteten auf einen Rückruf, als plötzlich eine Politesse vorbeikam. Schnell rausgesprungen und beteuert, dass wir erst 3 Minuten da stehen würden und gerade eben in diesem Moment zahlen wollten. Die Politesse beäugt ihr Ticketgerät und sagt: “Actually you’re standing since 30 minutes”. “Really?”. “Yeah!” und lächelte sparsam. “Oh!” sagte ich, “erwischt” dachte ich. 🙂 Parksensoren ist das Wort über das wir hier gestolpert sind.

Kulant wie die Dame dann doch war hat sie uns gebeten, einfach einen Platz weiter zu fahren und den zu bezahlen. Machen wir! Machten wir doch nicht, denn genau in dem Moment als wir das Ticket ziehen wollten kam der erwartete Anruf von Eurocamper, dass wir sofort in die Werkstatt können. Diese war auch nur 5min entfernt. Also Auto dort abgegeben und in die Stadt gelaufen, wenigstens die Parkgebühren haben wir dadurch gespart. 😉

Für ein wenig Kultur besuchten wir dann das neuseeländische Nationalmuseum TePapa. Dieses Museum ist so riesig, da könnte man Jahre drin verbringen! Nach etlichen Stunden hatte ich dann den totalen “overload” und brauchte Essen, daher entschieden wir uns wieder für die Cuba Street. Bei fantastischem italian food und neuseeländischem Bier erhielten wir die Nachricht, dass unser Auto fertig sei. Das passte doch perfekt.

Noch schnell ein Eis für den Rückweg gekauft und das Auto abgeholt. Da es noch früher Nachmittag war entschieden wir uns noch die Weta Cave mitzunehmen. Dort angekommen buchten wir spontan eine der letzten Führungen. Hier bekam man einen Einblick von der Herstellung der Requisiten und Masken für diverse Filme (natürlich auch Herr der Ringe). Das war wirklich sehr interessant und spannend. Wahnsinn wieviel Arbeit in solchen Projekten steckt.

Da es nach der Tour schon recht spät war blieben wir auf dem nicht so schönen aber nah gelegenen Campingplatz. Am nächsten Morgen war das Wetter schon freundlicher und wir nutzten die regenfreie Zeit für einen tollen Blick über Wellington vom Mount Victoria.  

Hier gab es auch noch einige Film-Locations von der Herr der Ringe. Angesteckt durch die gestrige Tour liefen wir durch den Wald um die Stelle zu finden, an dem die Hobbits sich vor dem schwarzen Reiter versteckten. Mithilfe unseres Buches haben wir es dann auch gefunden. Der Baum ist allerdings hinterher “hereingesetzt” worden. Das war noch ein aufregender Morgen und wir konnten Wellington erfolgreich verlassen.

Marlborough

Das Wetter war schöner als angekündigt und so fuhren wir zeitnah weiter über den Queen Charlotte Drive an die Marlborough Sounds.

Mit Glück ergatterten wir einen tollen Platz  direkt am Wasser. Mit nur 4 erlaubten Campingplätzen kam man schnell mit seinen Nachbarn ins Gespräch. Direkt neben uns hatte es sich ein Schweizer Pärchen mit ähnlicher Zeit und Routenplanung, gemütlich gemacht. So konnte man sich prima austauschen und gemeinsam in den bisherigen Erinnerungen schwelgen.

Das Wetter am Abend blieb stabil und so konnten wir die Strandmuschel ausprobieren und im Sonnenuntergang Abendessen.

In der Nacht begann es zu regnen. Die Regentropfen schlugen sehr geräuschvoll an das Camperdach, was unsere Tochter eher unruhig schlafen lies und mich dementsprechend schlecht. Da kam es grad recht, dass wir schon sehr nah an Picton dran waren und wir uns morgens viel Zeit lassen konnten.

So brachen wir etwas später, wieder entlang des Queen Charlotte’s Drive, nach Picton auf. Die Route dorthin war wirklich nicht zu unterschätzen.

Schmale Serpentinen und übermütige schnell Fahrer sind ne schlechte Kombi. Nicht verwunderlich also, dass wir an einem üblen Frontalcrash vorbeigeleitet wurden. Feuerwehr und Krankenwagen kamen uns kurz später entgegen.

Nach ca. einer Stunde waren wir dann in Picton, da unsere Fähre erst am nächsten Tag ging hatten wir genügend Zeit.  

Die wir allerdings nicht gebraucht hätten, Picton ist jetzt nicht wirklich sehenswert, schon gar nicht bei Dauernieselregen. Hier konnten wir zumindest mal sehen wo die ganzen abgeholzten Waldstücke abgeblieben sind.

Ein Museumsbesuch wäre vielleicht noch drin gewesen, aber wir zogen einen entspannten Besuch im Cafe der Kultur vor. Reisen ist doch anstrengend und immerhin ist es ja Urlaub. 🙂 Danach suchten wir uns einen nahgelegen Freedomcampingplatz um am nächsten Tag pünktlich an der Fähre nach Wellington zu sein.

Das bekamen wir auch gut hin und konnten sogar noch in aller Ruhe Frühstücken bevor wir auf die Fähre fuhren. Pünktlich zum Abschied knackte dann unser Scheibenwischer erneut… 🙁

BYE BYE Südinsel

 

 

Nelson

Nachdem wir die schönen Sonnentage am Strand verbracht haben ging es eine Etappe weiter Richtung Nelson. Für große Wanderungen hatten wir hier nicht mehr wirklich Zeit, daher beschränkten wir unseren Aufenthalt auf die Stadt.

Da unser Schirm ja “hopps” gegangen war, kauften wir dort eine schöne Strandmuschel und genossen lokale Köstlichkeiten zum Lunch! Hier gab es die Greenshell Mussels, die ich unbedingt probieren wollte! Sehr lecker!!! ? Dazu vertilgten wir auf Empfehlung noch neuseeländischen Ora King Salmon (https://orakingsalmon.co.nz), hammer!

 

Abel Tasman National Park

In Tasman angekommen kauften wir noch Früchte an Straßenständen (gab es auf der ganzen Südinsel kaum) und versuchten unser Glück auf zwei Freedomcampingplätzen. Die waren beide nicht ideal bei dem Regen und so fuhren wir weiter auf den nächsten kostenpflichtigen Campingplatz in Kaiteriteri. Von dort wollten wir am nächsten Tag die Lage checken und sehen was man hier so machen kann. Über kurvige Straßen gelangten wir zu diesem Campingplatz und fuhren in eine (sogar bei Regen) super schöne Bucht. Wir nutzten das schlechte Wetter am Abend noch um den Haushalt zu machen. Am nächsten morgen wurden wir von traumhaftem Sonnenschein geweckt. Der Strand direkt am Campingplatz erwies sich als Volltreffer.

Ebenso vorteilhaft war, dass von diesem Ort die meisten Touren gebucht werden konnten, da haben wir mal wieder ins Schwarze getroffen. Nach einem kurzen Strandspaziergang erkundigten wir uns über die Aktivitäten und nahmen eine Menge Flyer mit. Um die Gegend zu erkunden machten wir uns etwas später auf den Weg in die nächste Bucht. Auf dem Weg hielten wir um einen kurzen Ausflug zum Split Apple Rock zu machen, eine Wunderschöne Bucht, die auch bei Kayak Fahrern sehr beliebt schien.

Der nächste Ort war Marahau, hier konnte man ebenfalls Touren buchen. Allerdings erschien uns dieser Ort bei Ebbe nicht so schön wie die Bucht zuvor, auch das Aktivitätenprogramm war etwas anders.

Also fuhren wir wieder zurück nach Kaiteriteri und holten uns erneut einen Platz auf dem Campingplatz. Für den nächsten Tag organisierten wir uns ein Sea Shuttle um eine Teilstrecke des Abel Tasman Coast Tracks zu laufen. Den restlichen Tag relaxten wir einfach bei purer Sonne am Strand, das ist Urlaubsfeeling. 🙂

Am nächsten Tag ging es um 9am mit dem ersten Shuttle los. Auf dem Weg in die Medlands Bay bekamen wir noch eine kleine Führung zum Split Apple Rock, diesmal dann von der Seeseite und zu einer Robbenkolonie. Da wir das alles ja schon kannten mussten wir uns nicht mit dem halben Boot an die Reeling quetschen um ein Foto zu machen, sondern konnten es einfach so genießen. 🙂

Nach einer Stunde wurden wir an der Bay abgesetzt, von hier aus wanderten wir erst zur Bark Bay und dann entlang des Coast Tracks nach Anchorage. Die Strecke verlief hauptsächlich im Schutz der Bäume, perfekt für Marie.

Da gerade Ebbe war konnten wir durch das Watt nach Anchorage wandern, hier schien allerdings die Sonne ohne Schutz und es war extrem heiß. Leider auch sehr windig, was das Ende für unseren Schirm bedeutete.

und dann waren wir auch schon da! 🙂 

Hier bauten wir unser Sonnenschutz-Lager auf. 

Allerdings ist das mit einem aktiven Baby nicht so einfach und wir entschieden uns schnell mit dem früheren Shuttle zurück zu fahren. Das war also Maries erster Strandausflug. Sand findet offensichtlich super lecker, Meer ist ihr aber sehr suspekt.

Da dies der vorerst letzte schöne Tag sein sollte entschieden wir uns noch eine Nacht auf dem Campingplatz zu bleiben um den Abend zu genießen. Es war auch einfach so schön da. 🙂

West Coast

Nachdem wir das Wetterloch für den tollen Helicopterflug genutzt hatten, goss es in Strömen auf uns herab, sodass wir die Wanderung zum Franz Josef Gletscher Skipten.

Wir warteten bis der größte Schwall vorüber war und brachen auf um noch eine Teilstrecke der langen West Coast zu fahren. Der Scheibenwischer funktionierte immer noch nicht, eine Spontanheilung war jetzt auch nicht mehr zu erwarten. Bald fanden wir einen schnuckeligen Campingplatz mitten in der Pampa und blieben dort. Hier bekamen wir noch ein paar Tipps von anderen Touristen über die nächsten Ziele. Der Campingplatz war mit kleinen Sprüchen versehen, unter anderem auch zur akuten Wasserknappheit.

Am nächsten Morgen brachen wir früh auf um eine Werkstatt in Hokatika aufzusuchen, der Campingplatz Papa hat uns netterweise welche rausgesucht. Vorher wollten wir noch beim Baumwipfelpfad halt machen und Frühstücken. Dort angekommen wollten wir die Kleine in die Trage packen…. oh nein, wo ist denn eigentlich die Trage??? Und da viel es mir wie Schuppen von den Augen…??

Wir durften die Trage und den Beutel mit dem Fernglas nicht mit auf den Gletscher nehmen und mussten es dort abgeben. Nach dem Flug waren wir so aufgeputscht, dass wir schlicht weg vergessen haben unsere Sachen wieder mitzunehmen! Sofort stiegen wir ins Auto und fuhren die 2 Stunden wieder zurück!!! Wenigstens war die Strecke sehenswert und es regnete nicht mehr, trotzdem war der 4 Stunden Umweg kein großes Vergnügen. ?

Am morgendlichen Ausgangspunkt wieder angekommen benötigten wir noch ca. eine halbe Stunde bis zur Werkstatt in Hokatika, hier konnten wir eine Stunde bummeln gehen und dann unser Auto wieder abholen. Leider hatte die Werkstatt keine Ersatzteile und so wurde der Scheibenwischer eher “geflickt”. Mit den Worten “it might break again” unseres Mechanikers fuhren wir an diesem Tag noch bis Greymouth und suchten uns ein nettes Fleckchen am Steinstrand nahe zum Point Elisabeth.

Hier konnten wir auch diese seltsamen “Wood Hühner” genau beobachten und hatten einen schönen Sonnenuntergang in der bizarren Kulisse von angeschwemmten Gegenständen.

Der nächste Morgen begann früh, damit wir vor den Touristenbussen an den Pancake Rocks waren. Auf dem Weg dorthin wurden wir von der Polizei gebeten anzuhalten und zur Seite zu fahren, weil jetzt Achtung… “the House is comming”… wie bitte?? Und tatsächlich erschien vor uns ein Transporter, der ein komplettes Haus durch die Serpentinen kutschierte! Noch etwas verwirrt von dem Transport kamen wir an dem Pancake Rocks an. Leider erwischten wir nicht den richtigen Zeitpunkt der High Tide und konnten das Wasser im Blowhole nur hören und nicht sehen, naja vielleicht beim nächsten mal. 🙂

Ein Stück weiter die Küste entlang fanden wir einen tollen Platz zum Frühstücken und konnten einem Surfer zusehen, der den Regen und die stürmische See zu seinen Gunsten nutzte. Da das Wetter an diesem Tag grau und regnerisch bleiben sollte, bretterten wir weiter bis an die Küste von Tasman.

Gletscher

Nach so tollen Sommertagen musste irgendwann auch der Wetterumschwung kommen und so wurden wir am nächsten Morgen vom Regen begrüßt. Zur Abwechslung ja auch mal ganz nett, aber gen Mittag wäre ein klarer Himmel doch schöner, da wir uns an diesem Tag zu den Gletschern aufmachen wollten. Hier sollte Jo seinen langersehnten Helicopter Flug bekommen. Wir hatten von anderen schon gehört, dass sie tagelang auf einen Flug gewartet hatten und machten uns nicht allzugroße Hoffnung. Also rein ins Auto und los, Scheibenwischer an und, oh je…

… Scheibenwischer kaputt! ? Es war Sonntag und wir waren am Ar… der Welt, wie sollte es auch anders sein. Da wir nicht stundenlang auf einen Mechaniker warten wollten, hofften wir einfach dass es bald wieder aufhören würde und fuhren bei bester Sicht einfach weiter gen Gletscher!

Das Glück ist mit den Positiv Denkern! Nach ein paar Malen manuellen Wischens hörte es auf zu regnen und wir fuhren die rauhe West Coast entlang.

Das Wetter inszenierte eine tolle mystische Stimmung, ein bisschen Jurassic Park Feeling. ?

An dem Fox Glacier angekommen schickte ich Jo los sich über die Flugmöglichkeiten zu erkundigen, ich musste derzeit den kleinen Schatz versorgen. Als er zurück kam war ich gerade mitten beim Wickeln. “Wir können den Flug machen, alle drei, aber wir müssen sofort los!” Ich hörte mich selbst zustimmen und dann ging es hektisch los. Kind zuende gewickelt, Anziehsachen und Trage und Beutel gegriffen, Auto abgeschlossen und ab. Dort angekommen wurden wir kurz gewogen, haben eine Sicherheitseinweisung bekommen und Marie tolle Ohrschützer! Mit den Dingern sah sie gleich 2 Kilo schwerer aus. ?

Mit dem Auto sind wir kurz zum Landeplatz gefahren und dann waren wir auch schon im Helicopter. Nach kurzer Flugzeit konnte man den Gletscher sehen.

Ab durch die Wolkendecke und bähm! Funkelte der Gletscher im Sonnenlicht! Wow was für ein Anblick!!!??

Die Aufregung wuchs sogar noch ein wenig als wir auf dem Gletscher landeten. Marie hat toll mitgemacht, aber bei dem grellen Licht hat sie sich doch eher angekuschelt!

Ein tolles, spontanes Familienerlebnis und die Kurze hat die ganze Zeit gegrinst und hatte Spaß, außer auf dem Foto. ?

 

 

Blue Pools/ Haast

Der Weg an die West Coast führte an den Blue Pools vorbei. Diese kleine Wanderung von ca. einer halben Stunde sollte der malträtierte Zeh noch aushalten. Es ging erst ein Stück durch den Wald, wie man am Grinsen unserer Tochter sehen kann und dann zu einer Brücke unter der die Blue Pools lagen.

Eigentlich ein sehr schöner Ort der zum verweilen einlädt, wenn nicht die ganze Zeit Sandflies einem den Aufenthalt erschweren würden. Also sind wir wieder zum Auto gewandert (denn wer sich bewegt, wird nicht gestochen 🙂 ) und weiter an die West Coast gefahren.

Wir haben es dann tatsächlich an die West Coast geschafft, nach Haast und haben einen tollen Platz am Strand ergattert.

Gute Nacht. 🙂

Lake Wanaka

Den Weg zum Lake Wanaka brachten wir wieder morgens hinter uns und das Kind schlief. So verpasste Marie den wahnsinnigen Wind oben an den Bergspitzen, der ganze Camper hat gewackelt. Einzeln kämpften wir uns hoch, was man nicht alles für eine tolle Aussicht auf sich nimmt…

Die Bergroute war sehr schön und zur Abwechslung war es auch mal ein wenig bewölkt. Am Lake Wanaka angekommen hielten wir erstmal direkt am Ufer zum Lunch und schauten dabei den Windsurfern (es war ein Anfänger, also eher beim hinfallen) und Kitesurfern zu.

Als kleine Nachmittagstour liefen wir den Mount Iron Loop. Marie hat eine Vorliebe für bewaldete Wanderungen, bei den schaukelnden Blättern fängt sie immer an zu grinsen, also für sie die richtige Tour. 🙂

Oben angekommen hat man einen schönen Blick über die beiden Seen (Lake Wanaka hier in grau), bei diesem Wetter kam auch richtig “Mittelerdeflair” auf, obwohl die Landschaft durch die Sonnenbrille tatsächlich noch mystischer und fantasievoller wirkt. Da sah ich förmlich die Orks auf diesen “Wölfen?!” die Berghänge entlang jagen… 🙂

Beim Abstieg wurde dann klar, dass wir zwar den Mount Iron bezwingen konnten, ich aber keinen Iron Man hab. Bei einem kurzen Blick aufs Handy, kollidierte der große Zeh mit einem Stein. Autsch! Und alles nur, weil es anfing zu regnen und die Wetterapp uns beraten sollte…

Der Regen ließ dann schnell wieder nach und hinterließ uns einen Regenbogen, der uns die letzten Meter zum Auto begleitete…

Wir suchten uns einen schönen Freedomcampingplatz für den Abend und planten den nächsten Tag. Lake Wanaka ist ja das Wanderparadies schlecht hin und eigentlich hatten wir uns eine tolle Tour ausgesucht für die das Wetter perfekt gewesen wäre. Leider wurde der Zeh nicht besser und so fuhren wir statt zum Wanderausgangspunkt zur Apotheke, danach wurde der Zeh verarztet (natürlich am Ufer des Sees) und ausgiebig gefrühstückt. Um den kranken Fuß nicht weiter zu strapazieren gabs ein kleines Trosteis und wir entschieden uns zur West Coast aufzubrechen.

 

Glenorchy

Von Queenstown eine Autostunde entfernt liegt die kleine Stadt Glenorchy, die Fahrt um den Lake Wakatipu wurde uns mit dem Kommentar “da fallen einem die Augen raus, so schön ist das” empfohlen. Na das kann man sich ja mal anschaun.

Wie der Zufall es will gibt es in der Region einige “Herr der Ringe” Spots, die wir doch gerne sehen wollten, wir sind ja keine eingefleischten Fans, die schon mit Elbenohren im Flieger sitzen, aber wenn man schonmal da ist… 😉

Relativ nah an Glenorchy fuhren wir über eine Brücke, von hier aus konnte man den Drehort von “Isengard” erkennen, der Turm wurde hereindigitalisiert… wir haben die Perpektive nicht wirklich erwischt, aber wir waren da!

Über ganz üble “Gravel Roads” fuhren wir dann weiter nach “Paradise”. Alles nur um in den Wäldern Lothlóriens zu wandeln. 😉 Die Stimmung dort war fantastisch.

Irgendwie wars schon cool an den Drehorten zu stöbern, auch wenn wir nicht wussten, wo genau gedreht wurde, dafür hätten wir eine Tour buchen müssen…

Die schneebedeckten Kuppeln glaubten wir zu erkennen. Mit einem anderen Pärchen diskutieren wir, ob das die Szene ist, als Sam und Frodo sich allein nach Mordor aufmachen (Ende erster Teil). Müssen wir wohl nach dem Urlaub die Trilogie nochmal anschauen. 😉

Der Rückweg war landschaftlich genauso beeindruckend und das Beste, Marie hat fast die ganze Tour über geschlafen und wachte gutgelaunt in Queenstown wieder auf.

 

 

Stargazing in Queentown

Der Sternenhimmel auf der Südhalbkugel unterscheidet sich ja stark vom dem, den der Nord-Hemisphärer so kennt: Die Milchstraße ist hier viel viel besser zu erkennen, als Zuhause. Queenstown war genau der richtige Ort um auch dieses Thema anzugehen, denn der Start der Tour konnte zu Fuß vom Campingplatz aus erreicht werden. Perfekt! Die Mädels zuhause gelassen, fuhr ich gegen 10:30pm  mit der Gondel auf einen ansässigen Berg. Das ermöglichte einen wirklich fantastischen Blick auf Queenstown, und… jep, einen wirklich meega guten Blick und auf den südlichen Sternenhimmel. 🙂

Die Veranstalter hatten einen mit Laserpointer bewaffneten Guide bereit gestellt und drei ordentliche Teleskope.

Nach ein paar Einführungen und Erklärungen zum hiesigen Himmel gab es schon die erste Überraschung: Das “graue Leuchten” Richtung Süden am Horizon sieht zwar aus wie eine Stadt, sagt der Guide, ist aber keine. Das Leuchten ist Aurora Australis, die Südlichter. Relativ selten, kommt aber vor, sagt der Guide.

Kamera gezückt, Langzeitbelichtung Richtung dieses Horizontstreifens und abgelichtet. Das rote am Horizont ist Aurora Australis. 🙂 

PHAT! Damit hab ich gar nicht gerechnet!

Auf dem nächsten Bild ist ein Ausschnitt der Milchstrasse drauf. Wer genauer hinsieht entdeckt auf dem rechten Teil des Bildes die Große Magellan’sche Wolke (der graue langgezogene Fleck), eine Sateliten-Galaxie der Milchstraße. Ein sehr markantes Objekt, was man nur auf der Südhalbkugel am Himmel sehen kann. 

Das nächste Bild macht deutlich, dass irgendwann eine Nachführung der Kamera unabdingbar ist. Hier habe ich die Kamera einfach … ich glaube 30 Sekunden in den Gürtel des Orions rein gehalten (klingt irgendwie obszön). Ist zwar dadurch total verschwommen (schließlich dreht sich der Himmel ja), aber man kann schon ansatzweise die Farben des Orion-Nebels erkennen. Schon cool, dass man in den Sternenhimmel reinknipst und das Bild ist bunt. 🙂

Alles in allem ein richtig gelungener Ausflug. Eines der wichtigsten Learnings des Abends: Weitwinkel-Objektiv wäre cool gewesen, um mehr Milchstrasse einfangen zu können :).

 

Queenstown

Nach dem gestrigen langen Tag, nahmen wir uns morgens ein wenig Zeit um ausgelassen zu Frühstücken, die Aussicht auf dem Campingplatz war mal wieder zu schön zum aufbrechen.

Mittlerweile wussten wir, dass Morgens am besten Strecke gemacht werden kann, da die Kurze doch sehr gerne ein zweites Schläfchen nach dem Frühstück hält. Also auf nach Queenstown. Kurz vorm Ziel erwachte sie dann, perfekt 🙂 So konnten wir die tolle Aussicht genießen und das Baby erholt aufwachen.

Wir quartierten uns auf dem stadtnahen Campingplatz ein, zum ersten Mal für zwei Nächte! Wow, da fühlt man sich dann fast schon heimisch. 🙂 Bei soviel Zeit kann man erstmal nach der Fahrt relaxen und das Baby “krabbeln” lassen. Lustigerweise ist ihr Gras ziemlich suspekt und sie rafft alles in die Höhe wenn man sie dort ablegt. 🙂

Wer nicht “krabbeln” will muss sich vielleicht schonmal auf das Bungee Jumping vorbereiten, immerhin sind wir ja in Queenstown!

Vielleicht warten wir damit noch ein bisschen, aber Spaß hatte die Kleine auf jeden Fall. 🙂

Queenstown ist echt mal ein Städtchen zum wohlfühlen, hat uns super gut gefallen. Hier gibt es zwar keinen “Altstadtflair”, aber es ist eine belebte Adrenalinstadt inmitten einer tollen Naturkulisse. Man kann Shoppen, wandern, krasse Events buchen, am Strand relaxen, Eis …

… und Burger essen. Fergburger ist da wohl die Nummer Eins mit Kultstatus. Wir waren an beiden Abenden dort und haben uns satt gegessen. Wir haben uns nicht von der Menschenmenge und der Wartezeit abschrecken lassen und es war echt lecker!!! Hier merkt man auch, dass Queenstown Hotspot für junge Menschen ist, Fergburger hat bis 5am geöffnet! 🙂

Beim buchen der krassen Events merkt man dann doch, dass es ein Familienurlaub mit Baby ist. So überließen wir Bungee Jumping und die mega Swings den Solokünstlern und buchten Stargazing für eine Person, denn Babys schlafen ja nachts und unseres niemals allein. 😉

Aber wenn wir wieder kommen würde ich gerne dies hier machen http://www.hydroattack.co.nz/ muhahahaha 🙂

In der Zwischenzeit haben wir uns die Zeit mit Shoppen vertrieben, das ist ja auch viel ungefährlicher. 🙂 Und endlich hab ich hier meine NZ-Beanie bekommen!!! Überall gab es nur die Touristenmützchen aus Acryl, ich will ja nicht auch noch am Kopf schwitzen!

Abend konnte man einen schönen Spaziergang am Ufer machen, wo immer etwas los war. Ach ich glaub wir kommen wieder. 😉

 

Milford Sound

Noch völlig geflashed von dem Doubtful Sound machten wir nochmal einen kurzen Stopp in Te Anau, noch schnell in die Apotheke und doch ein natürliches Mittel gegen Sandflies erworben, vollgetankt und zum Milford Sound aufgebrochen.

Dort hatten wir keine Bootstour gebucht, aber die Strecke bis dort hin konnte man mit dem Auto erreichen und sollte wuuuunderschön sein.

Von der Tageszeit her hätten wir locker bis an den Milford Sound fahren können, aber Marie hat ihren eigenen Willen. Nachdem sie ca. eine Stunde noch als Schoßsitzerin fleißig die Natur bewunderte war dann abrupt Schluss, das kann sie mittlerweile ziemlich gut vermitteln. Zum Glück gab es auf der Strecke genug Campingmöglichkeiten um spontan anzuhalten und die Nacht zu verbringen.

Der Campingplatz war total schön gelegen und der ideale Ort zum relaxen, leider fanden das die Sandflies auch ?. Das Zitronenöl hat ganz gut funktioniert, aber nicht 100%ig und so flüchteten wir dann ziemlich schnell ins Innere des Campers. Dafür wurden wir aber mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt! Das hatte echt Charme!

Am nächsten Morgen konnten wir dann in aller Ruhe die letzten beeindruckenden Kilometer zum Milford Sound nehmen. Dort angekommen überlegten wir noch spontan eine Bootstour zu machen, entschieden uns dann aber eher für das Fußmodell, wir wollten mal wieder wandern. Erst haben wir eine kleine Tour am Sound gemacht, die Gegend genossen und dort Mittag gemacht.

Später sind wir dann ins Gertrude Valley gefahren und wollten eine etwas herausfordernde Tour absolvieren. Dort sind wir gescheitert… Die Zeit war etwas zu knapp bemessen, mit Baby braucht man einfach länger und die Strecke war doch sehr unsicher für die Babytrage (das lag unter Umständen auch an der Tatsache, dass wir vom Weg abgekommen sind und uns quer durch die Büsche schlagen mussten…) aber man ist ja flexibel, wir sind den einfacheren Part gelaufen und dann wieder kehrt gemacht, der schönen Landschaft hat das keinen Abbruch getan.

Nach dieser halb erfolgreichen Wanderung fuhren wir die Milford Road wieder herunter, die Sonne tauchte die Landschaft in ein tolles Licht.

Vorbei an den Mirror Lakes bis zu einem Campingplatz kurz vor Te Anau.

Das letzte Teilstück war wieder mal sehr anstrengend. Notiz an uns: Fahren nach 5pm = hoher Stressfaktor!! Für alle beteiligten. Das Gute ist, es ist wirklich nur die Autofahrt, sobald man am Ziel ist und sich wieder ausgiebig um das Kind kümmern kann, ist alles wieder gut ;). Also Abendessen, duschen gehen und ab ins Bett. Es war auch wirklich schon spät…

 

 

Doubtful Sound

Früh am Morgen ging es für uns los. Unsere “Cruise” startete um 8am von Manapouri. Clever wie wir sind suchten wir uns einen Freedom Campingplatz in der Nähe und waren schon um 7am am Hafen um zu Frühstücken.

Leider fehlt es uns noch an der cleveren Umsetzung unserer Pläne denn trotz des Zeitpuffers unterschätzten wir die Frühstückslaune unserer Kleinen und das Packen des Tagesrucksacks und waren mal wieder die letzten auf der Fähre. Positiv gesprochen könnte man es als Punktlandung bezeichnen. ?

Und dann ging es auch schon los, über den Lake Manapouri bis zum Bustransfer. Durch die Bootsfahrt zu den Glühwürmchen waren wir in der Hinsicht schonmal routiniert und so konnten wir am oberen Deck den Sonnenaufgang genießen während die Kurze ihren morgendlichen Schönheitsschlaf hielt.

An den Bussen angekommen bekamen wir die schwarze Plage Neuseeland mit voller Breitseite zu spüren, Sandflies wohin man auch blickte. Zum Glück schlief die Kleine immer noch tief eingemummelt in der Trage und war geschützt. Alle anderen Teilnehmer, uns eingeschlossen, fuchtelten wild umher um die Fliegen zu verjagen, nach dem Witzchen unseres Busfahrers “wenn du eine Sandfly tötest, kommen zwanzig zur Beerdigung” lies die Fuchtelei ein wenig nach. Manche Dinge muss man einfach ertragen…. spätestens nach dem kurzen Halt an der Aussichtsplattform über den Doubtful Sound  war die Begeisterung der meisten so groß, dass  die Sandflies niemanden mehr wirklich störten.

Nach der Busfahrt ging es dann direkt auf das Boot welches uns durch den Doubtful Sound bis an die Tasman Sea bringen sollte. Da die Kurze immer noch schlief, positionierten wir uns wieder ganz oben für eine tolle Sicht und verwuselte Frisuren ?.

Bei Bombenwetter ging es durch die atemberaubende Kulisse. Der Guide erzählte von Flora und Fauna sowie diversen Filmdrehorten und Mythen.

Ungefähr in der Mitte der Tour erreichten wir die Tasman Sea, der Wellengang war merklich angestiegen und so “stampften” wir bis vor zu einer Robbenkolonie.

Nach einigen Beobachtungsminuten war dann hier der Wendepunkt und wir fuhren wieder durch den Sound zurück. Auf dem Rückweg befuhren wir noch einen Seitenarm des Sounds bei dem es tolle Spiegelungen gab. Hier wurde auch der Motor abgestellt, alle zur Stille gebeten und einige Minuten den Vogelgesängen gelauscht. Ein tolles Erlebnis inmitten der Natur.

Zurück auf der Hauptstrecke gab es noch ein tierisches Erlebnis, wir hatten in der Hinsicht echt Glück, ein Bottlenose Dolphin Pärchen spielte einige Meter vor uns im Wasser. Jo eilte schnell herein um das Tele zu holen während die meisten interessiert ins Wasser schauten. Marie auch, aber ich glaub nicht wegen der Delphine sondern wegen dem Wasser 🙂 Babys sind nicht so Anspruchsvoll, sie genießen einfach die Natur! Das Tele war dann doch eher hinderlich, denn die Delphine schwammen direkt auf das Boot zu, tauchten darunter durch und begleiteten uns eine Weile… viel zu nah für das Tele :). Dafür hab ich Delphine noch nie so nah mit bloßem Auge gesehen, auch ohne Foto mega cool!

Toller Ausflug!!! Danke @Rauna für den Tipp 🙂

Te Anau

Von Invercargill fuhren wir entlang der “Southern Scenic Route” an schönen Strände vorbei nach Manapouri und direkt weiter nach Te Anau.

Begleitet von dem fantastischen Wetter eröffnete sich vor uns ein toller See…

Hier besuchten wir mal wieder die I-Site, da wir unschlüssig waren welchen Spot im Fjordland wir denn sehen wollten.

Doubtful Sound vs. Milford Sound ist hier die Touristenentscheidung. Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns dann doch für den etwas teureren, aber familienfreundlicheren Doubtful Sound. Die Tour sollte am nächsten Morgen starten und die Wetterprognose war gut.

Um das schöne Wetter zu genießen wurde ein Coffee to go organisiert und ein Häppchen zu Essen und ab an den See gefläzt. Marie entdeckte ein neues Element, Gras :).

Auf dem Weg zum Auto gingen wir noch an einigen Infoständen vorbei und da fiel uns noch etwas ins Auge, hier gab es ja diese “Glowworm Caves” und der Nachmittag war noch nicht verplant. Also nochmal in die I-Site. Dort sagte man uns “klar könnt ihr die Tour machen, die nächste beginnt in 5min”, da ist Spontanität gefragt. Als alter Schnäppchenjäger habe ich gesehen, dass wir sogar noch 20% Preisnachlass durch die Doubtful Sound Tour bekommen können, Jackpot :). Also ab zum Auto, wärmere Sachen geholt und auf zum Hafen.

Hier startete Maries erste Bootstour…… der Wind war ihr nicht so geheuer und so kuschelte sie sich schön in die Trage.

Das Fotografieren war auch hier leider nicht erlaubt, daher nur der Link zur Tour https://www.realjourneys.co.nz/en/experiences/glowworm-caves/te-anau-glowworm-caves/

Den Gang in die Höhle mussten wir getrennt voneinander machen da Babys in der Höhle nicht erlaubt waren, offensichtlich sind auch die Glühwürmchen sehr schreckhaft. Womöglich wären bei einem Schreianfall alle Lichter ausgegangen, so lief zumindest die Szene in unserem Kopfkino ab, witzig ;).

Der Ausflug hat uns gut gefallen, die Glühwürmchen verbreiteten eine Art Sternenhimmel in der Höhle, echt hübsch :).

Das einzig blöde an der Tour war, eine kleine Sandfly erwischte unsere Kleine am Auge, das hat die böse Fliege zwar mit ihrem Leben bezahlt aber einen kleinen Stich hat Marie davongetragen… 🙁

Die Catlins

Der Weg von Tunnel Beach war nicht lang und schon waren wir in der Region “The Catlins”. Aber was genau kann man hier eigentlich machen? In unserem Reiseführer haben wir über die Cathedral Caves gelesen, die wollten wir uns anschauen, aber es gibt ja bestimmt noch viel mehr. Also ab in die I-Site und nachgefragt.

Der Sonnenuntergang am Nugget Point sollte einer der schönsten sein, da wir unserem Kind auch gerne mal wieder etwas Pause gönnen wollten entschieden wir uns schon früh dorthin zu fahren, zu entspannen, zu essen und ganz gechillt den Sonnenuntergang zu genießen. In der I-Site riet man uns um 7pm zum Leuchtturm zu gehen. Das taten wir auch, der Leuchtturm und die davor liegenden Nuggets waren wirklich sehr schön und funkelten in der untergehenden Sonne.

Wir konnten jede Menge Robben beim Spielen und Faulenzen beobachten. Leider zog sich der Sonnenuntergang ziemlich in die Länge und da wir in einer “no freedom camping area” waren mussten wir abends noch weiterfahren.

Das fand Marie gar nicht gut. Nach kurzer Zeit tobte sie wie wild, dass das weiterfahren noch nicht mal auf meinem Schoß möglich war. Da es auch schon dunkel war, hielten wir einfach direkt am Straßenrand an und übernachteten dort.

Die Cathedral Caves sind nur bei Ebbe begehbar, daher sollten wir schon um 8am dort sein. Da hieß es dann früh aufstehen, also machten wir uns um 7 Uhr auf den Weg. Da wir am Abend zuvor ja nicht soweit gekommen waren wie geplant, mussten wir wieder Strecke gutmachen. Leider gab es auf dem Weg eine Brückensperrung und wir mussten um einen gesamten See herumfahren, alles auf Schotterstraße !!! ? Somit kamen wir um 8.30am an, gerade noch rechtzeitig. Als wir ausstiegen fing es zum ersten mal wieder an zu regnen. Zeit den wasserfesten Regeneinsatz auszuprobieren! Cool ?

Am Stand hatten wir dann unsere erste Begegnung mit den Sandflies! Nicht so cool! 😉 Sind aber noch davon gekommen!

Die Höhlen waren wirklich beeindruckend. 30m hoch und innen miteinander verbunden. Zurück am Auto haben wir kurz gecheckt, ob der Regeneinsatz gehalten hat, das Kind war pulvertrocken, ausser natürlich im Gesicht, da sie einfach zu niggelig ist und immer nach oben in den Regen geschaut hat! Trotz des eher schlechten Wetters kamen jetzt noch viele Autos, diese wurden alle abgewiesen, denn die Höhlen wurden bereits von der Flut gefüllt.

Am Nugget Point haben wir den Ole kennengelernt, der uns erzählt hat, dass er gestern in der Curio Bay beim Schwimmen auf Delfine gestoßen ist. Daher steuerten wir diese Bay als nächstes an, vielleicht erblickt man ja welche.

Und tatsächlich schwammen sie fröhlich in der Bay umher.

Sehr amüsant war auch eine Gruppe Surfschüler, die sehr viel Spaß in den Wellen hatten.

In der Curio Bay gab es einen “versteinerten” Wald. Dort konnte man während der Ebbe auf 180 Mio Jahre altem Holz wandern.

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis fuhren wir weiter um in Invercargill einen Schlafplatz zu finden. Dort hatten wir genug Gelegenheit nochmal den Camper aufzuräumen, Wäsche zu waschen und uns für das Fjordland zu rüsten. Hier gönnten wir uns auch unseren ersten Fastfoodversuch! Eine Pizza, genauer gesagt eine Hell Pizza… und diese war wie alles hier (die tun sogar zusätzlich Butter auf Muffins!??) sehr fettig und massiv, hat uns aber 3 Tage ernährt 🙂

 

 

Tunnel Beach

Nach einer guten Nacht und einem kurzen Frühstück brachen wir zu einen kurzen Abstecher zum Tunnel Beach auf. Das Wetter war wieder super und unsere Laune nach dem gestrigen Tag hervorragend ;). Noch ein kurzer Stopp an einer Public Toilet, die in Neuseeland alle ziemlich sauber sind und dann waren wir schon fast da.

Marie wieder eingepackt und ab zum Strand. Die Felsformation erinnerte ziemlich an Raumschiff Enterprise.

Da es langsam Zeit für die Flut war, gingen wir durch den Tunnel runter in die kleine Bucht.

WOW… nach der Sandfly Bay ein weiterer atemberaubender Strand.

Nach dem Strand haben wir noch einen Kurzen Blick von der “Enterprise” genossen und haben den Aufstieg zum Parkplatz absolviert. Verschwitzt oben angekommen durfte Marie bei einer Krabbelpartie relaxen während wir uns ein Eis gönnten.

Ach und keine Angst, die Kurze ist nur kurz in der Sonne, weil wir nicht immer den Schirm Fotografieren wollten 🙂

Dann ging es weiter Richtung “The Catlins”.

Otago Peninsula

Nach einer Nacht auf dem sehr gefüllten Campingplatz in Dunedin brachen wir auf um die Otago Peninsula, Dunedin´s Halbinsel zu erkunden. Für Abends hatten wir in Dunedin eine Tour gebucht, auf der man die seltenen “Yellow Eyed Penguins” geschützt beobachten kann. Die Zeit vorher wollten wir für einen Spaziergang in der Sandfly Bay nutzen und um beim Albatross Center auf der Insel vorbeizuschaun.

Die Halbinsel war echt wunderschön und der Weg zur Sandfly Bay einfach der Hammer!!

Nach traumhaftem Rauf und Runter hatten wir die Sandfly Bay erreicht!

Auf dem Abstieg in die Bucht haben wir bereits den Tipp bekommen, dass ganz hinten eine Seelöwen Kolonie faulenzt. Wie schön 🙂 Also sind wir schön über den mega Strand spaziert bis an die hinteren Klippen.

Da lagen sie, die Seelöwen. Einige spielten im Wasser und kamen hin und wieder an Land um sich zu battlen. Wirklich toll, dass sie sich nicht wirklich von den Touristen stören lassen und einfach ihr Ding machen :).

Auf dem Rückweg kam dann der absolute Oberknüller, mit meinen Argusaugen hab ich in den Dünen einen Yellow Eyed Penguin entdeckt. Und was hat man natürlich nicht dabei, das Teleobjektiv… aber das Fernglas und damit konnten wir ihn super Beobachten.

Das war mein persönlich bester Tag und so beschwingt konnten wir den steilen Sandaufstieg zum Parkplatz mit Leichtigkeit nehmen. Und die Pinguin Tour hatten wir ja sogar noch vor uns.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht fuhren wir weiter zu der Albatros Kolonie, hier ein weiteres Bonbon für uns, vom Aussichtspunkt der Bucht machte sich einer von Ihnen breit :).

Der Tag wurde quasi immer besser, also auf zu mehr Pinguinen! Die Tour enthielt erst einen Theorieteil, der wirklich interessant war, selbst Marie hörte aufmerksam zu (das meine ich ernst), sie hat den Guide während der Vorstellung wie alle anderen fixiert. Das war mega witzig :). Im zweiten Teil haben wir die Pinguin Krankenstation besucht, danach ging es per Oldschoolbus in die Natur.

Und so sieht der Yellow Eyed Penguin dann in nah aus. 

Wir haben dem Guide erzählt, dass wir einen in der Sandfly Bay gesehen haben und er hat sich lustigerweise ziemlich darüber gefreut, dass es dort offensichtlich noch welche gibt, die dem Tourismus trotzdem und er meinte auch, dass es wirklich Glück war! Darüber hinaus konnten wir wieder Seelöwen in ihrer Wildbahn erleben. Tolle Tour!

Der krönende Abschluss dieses Tages war der hammer Schlafplatz den wir gefunden haben.

Soo konnten wir in Ruhe den nächsten Tag planen…

Dunedin

In Dunedin angekommen, haben wir doch eher schnell die eigene Stadtführung vollzogen, bevor wir zum Campingplatz aufbrachen. Vollkommen im Tierbeobachtungs-Flash war die normale Zivilisation nicht sooo spannend. Dennoch ist Dunedin eine sehr sehr schöne Stadt mit Universität. Hier zu studieren ist schon reizvoll.

Die Innenstadt, das Octagon. Dort haben wir zum ersten Mal Auswärts gegessen.

Die Schokoladenfabrik Cadburry.

Den Bahnhof.

Und natürlich die Straßen, die etwas an San Francisco erinnern. Hier gibt es die steilste Straße der Welt, bei ziemlich vielen hätte ich gedacht das wäre sie, aber die “Baldwin Street” mit 35% Steigung, auf der noch nicht mal Asphalt hält müssen wir wohl beim nächsten Mal besuchen 😉

Moeraki Boulders/ Shag Point

Nach so einem tollen Abend ist es nicht schlimm, wenn der nächste Morgen grau und nass ist. Zudem konnten wir zum Frühstück zur Abwechslung mal die Campingplatzküche einsauen. Marie wird eine immer bessere Esserin, leider auch Werferin ;). Also Schweinerei beseitigen und an der Küste entlang auf nach Dunedin.

Erster Stopp Moeraki Boulders. Das sind über 50 kugelrunde sogenannte Konkreationen, die bei Ebbe aus dem Meer ragen. Die netzartigen Muster an der Oberfläche erinnern an Schildkrötenpanzer. Entstanden sind die tonnenschweren Kugeln anscheinend vor 65 Mio. Jahren. In Touristenkreisen ist es das neuseeländische Stonehenge. In der Sonne glänzen sie wohl schön, bei unserem diesigen Wetter haben sie eher etwas mystisches 🙂 …

Hier konnten wir zum ersten mal feststellen, dass die selbstgenähten Trageeinsätze sich echt bezahlt machen. Während andere Treagemütter sich einfach einen (Müllsack) Regenponcho übergeworfen hatten, war unser Kind unter dem jeweiligen Trageeinsatz für jedes Wetter top geschützt und akklimatisiert!

An dieser Stelle “Danke Caro” für den RV!!!

Zweiter Stopp Shag Point. Hier wollten wir eigentlich Campen, hat aber irgendwie nicht so recht reingepasst. Gott sei dank sind wir trotzdem mal hingefahren um uns diesen Platz anzuschauen. Den Campingplatz haben wir gar nicht gefunden, dafür jede Menge Robben und Seelöwen. Der zweite Tierbeobachtungsvolltreffer!!! Fernglas gezückt, Teleobjektiv eingesetzt und Traumaufnahmen erbeutet!

Hier liegen über 25 Robben…

so erkennt man es vielleicht besser…

ein sehr aufregender Tag…

Oamaru

Auf zu den Pinguinen!!!

Am nächsten Morgen frühstückten wir in aller Ruhe und brachen auf nach Oamaru, hier hatten wir telefonisch eine “Evening Tour” in der Blue Penguin Colony gebucht. Nachdem die Pinguine im Antarctica Center eher Zoo Charakter hatten wollte ich unbedingt die putzige kleinste Pinguinrasse in “Freier Wildbahn” erleben.

Bereits Mittags waren wir am Hafen und auf dem gewählten Campingplatz. Hier schienen es sich die Deutschen bequem zu machen. Mit uns waren 4 Elternzeitreisepärchen vertreten, alle aus Deutschland. Bis abends hatten wir genug Zeit endlich mal den “Haushalt” zu machen. Einen kleinen Pinguin haben wir schon gesehen, da er sich unter den Küchendielen eingenistet hat und quasi schon zum Inventar des Campingplatzes gehörte.

Und dann ging es los…

Die Herausforderung war, dass Marie mitmacht, da die Pinguine sehr schreckhaft und vorsichtig sind und die Veranstaltung komplett ruhig ablaufen soll. Unser Kind hat uns nicht im Stich gelassen, noch während der Einführung ist sie selig in der Trage eingeschlafen und ist erst irgendwann Nachts im Camper wieder aufgewacht zum Mitternachtssnack.

Da Fotografieren nicht erlabt war, machte sich hier unser noch kurz zuvor erworbenes Fernglas bezahlt. Wir warteten in einer Art Empfangsarena auf die Pinguine, die von der Jagd heimkamen. Man konnte sie schon im Wasser ankommen sehen. Und dann watschelten einzelne oder kleine Gruppen den Strand hoch in die Anlage. Das war wirklich ein mega tolles Erlebnis, da es doch irgendwie natürlich war. Fast 100 Pinguine konnten wir beobachten, wie Sie ankamen sich gegenseitig begrüßten und ausgelassen schnatterten. Auf der Homepage sind einige Bilder um sich das vorzustellen. http://www.penguins.co.nz

Auf dem Rückweg zum Campingplatz wartete dann noch eine Überraschung. Einige Pinguine wollten wohl nicht in der Colony übernachten sondern liefen draußen über die Strassen und hockten in Büschen. Da hatten wir nochmal eine zweite Beobachtungsrunde. Nach so einem Abend geht man zufrieden ins Bettchen.

Mount Cook

Nach dem entspannten Abend gab es auch eine entspannte Nacht und ein Erwachen zu vernünftiger Uhrzeit. Wir wurden mit einem tollen Sonnenaufgang geweckt, der den sonst wohl wolkenverhangenen Mount Cook in ein tolles Licht tauchte (, auch vom Schneegestöber des Nebelgebirges war nichts zu merken :)). Das Wetter war großartig, genau so hatten wir uns die Neuseelandreise vorgestellt.

Voller Enthusiasmus ging es nach einem kurzem Frühstück los zu unserer ersten Wanderung, dem “Hooker Valley Track”!

Nach kurzer Fahrt mit beeindruckender Kulisse war der Parkplatz erreicht und der Rucksack konnte beladen werden.

Sonnencreme aufgetragen Marie in die Trage gepackt und auf geht’s! Was einfach klingt hat glaub ne halbe Stunde gedauert, wir sind noch keine routinierten Babywanderer!

Mit Schirm, Charme und Sonnenhut ging es los über tolle Hängebrücken im Gletscherpanorama. Die Beste Kombination aus Sonnencreme, Tuch, Sonnenhut und Schirm haben sich innerhalb der ersten Stunde herauskristallisiert. Die Sonne brannte erbarmungslos, aber das ist immer so wenn wir wandern. 🙂

Auf der Zielgeraden zum Gletschersee wurde die Kurze dann unruhig, so dass wir Ihr dort ein kleines Fort bauten, da auch hier kein Schatten in Sicht war.

Der Rückweg war dann einfacher, da die Sonne von hinten kam. Verschwitzt und Glücklich hatten wir somit unsere erste Wanderung erfolgreich absolviert. Da es uns an unserem letzten Campingplatz so gut gefallen hat, sind wir dort einfach hin zurück gefahren.

 

Lake Pukaki

Nachdem es am Lake Tekapo immer wärmer und immer voller wurde, wurde die Laune unserer Tochter immer schlechter. Daher eilten wir zurück zum Camper und fuhren an den ausgewählten Platz. Etwas entnervt entließen wir das schreiende Kind auf die Krabbeldecke. Doch der gewählte Platz beherbergte leider 5 tote Hasen und war nicht annähernd so schön wie beschrieben. Also Kind unter Tränen wieder eingepackt  und den nächsten Platz angesteuert. Die letzten 5 Minuten mit verschwitztem kreischendem Baby auf dem Arm tuckerten wir auf den wohl schönsten Platz am Lake Pukaki, Puhh die Anstrengung hat sich gelohnt!!! ?

Schnell das Baby entkleidet, auf die Krabbeldecke geworfen und die Spielsachen ausgepackt. Den Rest vom Tag genossen wir vollkommen entspannt mit einem Fantastischen Blick auf den Mount Cook.

Lake Tekapo

Kaum aus der Stadtregion raus wurde die Landschaft schöner, den schönen Freedom Campingplatz ganz in der Nähe mussten wir leider wieder verlassen, da hier eine Party stattfand und es nicht gerade leise und verlassen war. Ansich wäre das echt cool gewesen, aber Marie war dann doch echt platt und wir wollten ihr ein wenig Ruhe gönnen, es hatte genug andere Möglichkeiten.

Früh am nächsten Morgen ging es los an den Lake Tekapo.

Das Wetter wurde stetig besser und die Landschaft immer schöner. Am Lake Tekapo angekommen war es sogar schon richtig warm, da musste sich auch die Kurze erstmal dran gewöhnen… Mit Sonnencreme und Hut muss man sich erstmal anfreunden.

Während der Preparephase wurde unser Camper von den zahlreichen Asiaten offenbar mit einem Museum verwechselt, Privatsphäre ist da wohl kein Begriff.

Der Lake Tekapo liegt in der “Aroaki Mackenzie Dark Sky Reserve” in der man den Sternenhimmel von Neuseeland am besten beobachten kann… http://mackenzienz.com/activities/stargazing/

Da alle Aktivitäten natürlich Nachts stattfinden hat man uns in der iSite davon abgeraten “It´s not good for the Baby”! Aktuell hatten Sie damit auch recht, denn unser Baby hatte doch viel Mühe sich mit den neuen Gegebenheiten anzufreunden. Die sonst so gechillte Marie fand die Fahrten und Nächte im Camper nicht so amüsant, genauso sah es mit Sonne, Wind und Hitze aus, wie man vielleicht auch an Ihrem Gesichtsausdruck erkennen kann.


Antarctica Center

Der “Local” aus dem Flieger tippt mir während der Landung auf die Schulter und zeigt mit dem Finger auf ein dunkel-grünes Flugzeug auf dem Flughafengelände. Anerkennend sagt er: “It’s for the Antartica Project!”. Genau genommen ist es eine “C-17 Globemaster 111” der US Airforce, die im Rahmen der “Operation Deep Freeze” hier jährlich um die 100 Flüge in die Antarktis absolviert.  “WOW” denke ich! Kaum aus dem Flieger, schon ist das gute Stück abgelichtet.

Am dritten Reisetag gehen wir dann ins Antarctica Center, eine Art Museum rund um diesen faszinierenden weißen Kontinent (http://www.iceberg.co.nz/).

Im “Antarctic Storm” üben wir dann schon mal den Ernstfall,

fahren mit in den original, in Schweden gefertigten,  Kettenfahrzeugen namens “Hägglund” über vorbereitete Hindernisse (ich saß vorne, yeah:),

beäugen Pinguine bei der Fütterung, lesen ne Menge Info-Tafeln, kraulen Huskies und… ach ja besuchen den Souvenir-Shop.

Insgesamt alles sehr interessant, coole Infos noch bekommen. War definitiv einen Besuch wert. Die Hägglunds waren eeeecht cool 🙂

Christchurch

Endlich in Christchurch und allein mit dem Camper… und jetzt?

Das Baby ist nörgelig von der langen Reise, der Hunger meldet sich und die Müdigkeit macht sich breit. Doch es ist Mittag und der Kühlschrank ist leer “Hallo Jetleg!”

Also Hunger stillen, mit dem Linksverkehr anfreunden und ab in den Supermarkt. Neuseeland Foodshopping ist nur was für Große… zumindest was die Verpackungsgrößen angeht. Alles im XXL Format!!! Normale Glasgrößen muss man mühevoll suchen, genauso die nicht Jahrespackung Shampoo…

Nach dem gefühlt stundenlangen Einkauf wählten wir einen Campingplatz mit Strom und Sanitäranlagen um alle Sachen erstmal zu verstauen und die “Wohnung” einzurichten. Abends fing es an zu regnen, aber eigentlich egal da das Motto lautete: Duschen und ab ins Bett.

Erster Morgen, früher Beginn! Marie´s innere Uhr verlangte ab 5 Uhr morgens nach Bespaßung… dahin mit den Anti Jetleg Plänen. Also Spielen, Familienkuscheln und das erste Frühstück.

Der Himmel grau, und es regnet immer noch. Das “schlechte” Wetter hat uns aus dem Konzept gebracht. Der Plan war hoch nach Kaikoura zum Whale Watching… aber doch nicht bei Regen! Wie wird denn das Wetter in den kommenden Tagen?? Ohne Netz ist man doch aufgeschmissen… also los in den Vodafone Shop und mobil werden, nochmal alle vergessenen Dinge aus dem Supermarkt holen und die Reise planen. Es regnet immer noch…

Vielleicht doch in den Süden da ist das Wetter besser, aber kommen wir nochmal nach Christchurch? Ist das nicht ein riesen Umweg?? Aber bei Regen kann man doch auch gut Städte besichtigen, besser als Natur, oder?? Ratlosigkeit machte sich breit…

Die Wahl fiel erstmal auf Christchurch, wenigstens eine kleine Stadttour sollten wir machen. Haben wir gemacht, aber begeistert hat sie uns nicht, vielleicht lag es an den vielen Erdbeben-Baustellen, dem Regen, der allgemeinen Verwirrung oder daran, dass wir leider unser Auto nicht mehr finden konnten ( wir haben nicht auf Straßenschilder geachtet sondern GPS Apps vertraut). Als wir wieder im Camper saßen (nach einer Stunde umherirren) haben wir Christchurch fluchtartig verlassen.

Im Nachgang ein großes Dankeschön an die i-Site in Christchurch, die haben uns wieder auf Kurs gebracht und uns einen guten Überblick über die Südinsel verschafft.

Guter nasser Start

Wenn man erstmal angekommen ist, ist es erstaunlich wie kurz einem 24 Stunden Flug vorkommen…

…wie gesagt, wenn man angekommen ist. Die Kleine hat die Flüge super weggesteckt. Start und Landung wurde kaum Beachtung geschenkt und die erste Teilstrecke hat sie fast komplett verschlafen.

Vielleicht lag´s auch an den schaukeligen Turbolenzen :). Aber auch ein Baby hat seine Grenzen, nach 22 Stunden und einem Honigmelonen-Frühstück hatte Sie dann keine Lust mehr und wollte BEWEGUNG.

 

 

Der Blick aus dem Fenster in den Sonnenaufgang und das herannahende Land waren zwar interessant aber gaben nur wenig Ablenkung.

Nachdem wir noch ein paar Tipps von unserem einheimischen Nebensitzer erbeutet hatten, strebten wir zur gefürchteten, im Nachgang doch eher unspektakulären “Bio-Security”.  Ein kleiner Beagle schlängelte sich durch die Ankommenden, gefunden hat er nichts…

Also nichts wie raus aus dem Flughafen und auf zu unserem neuen “6-Wochen-Zuhause”! Ein kurzer Anruf genügte und das Taxi mit Klaus war schon unterwegs. Während der Wartezeit konnten wir uns schonmal mit den lustigen Wetterwechseln in Neuseeland vertraut machen.

Es war heiß (leider so heiß, dass wir aus dem Flugzeug auch diverse Brände gesehen haben) und sehr stürmisch (da ist die neue Mütze von Marie direkt abgehoben). Abends kam dann der Regen (der wenigstens den Waldbrand löschte).

Alles in allem ein “Guter nasser Start”. 🙂